HR/IT Talk

SAP Concur Travel im Experten-Check - Zwischen Herausforderung und Zukunftsvision

Geschäftsreisen sind zurück im Unternehmensalltag, doch die Kosten steigen und die Prozesse werden immer komplexer. Mitarbeitende buchen auf externen Portalen, Compliance-Vorgaben laufen ins Leere und die Abstimmung zwischen HR, IT und Finance raubt wertvolle Ressourcen?

Genau hier setzt SAP Concur Travel an: Als integrierte Cloud-Lösung verknüpft das Tool Reiseplanung, Buchung und Abrechnung in einem nahtlosen End-to-End-Prozess. Moderne Ansätze wie die Integration von NDC (New Distribution Capability) und Hotel-Konnektoren schaffen nicht nur Transparenz und Sicherheit („Duty of Care“), sondern verbessern durch KI-gestützte Personalisierung auch massiv die User Experience und senken Prozesskosten.

In dieser Spezial-Folge sprechen Lea Schuh mit Katharina Henkel (Principal Consultant bei SAP Concur) und Jasmin Simper (Senior Consultant bei P78) über den Status quo und die Zukunft des digitalen Reisemanagements. Gemeinsam beleuchten sie Erfahrungen aus aktuellen Implementierungsprojekten, diskutieren Lösungen für Herausforderungen wie NDC und geben einen exklusiven Ausblick auf die Roadmap – von KI-Agenten bis zu neuen Bahnanbindungen für 2026.

Ergänzende Informationen zu dieser Episode:

- Mehr Details zu der Lösung SAP Concur: https://www.concur.de/
- Reise- und Ausgabenmanagement mit SAP Concur: https://www.projekt0708.com/loesungen/sap-concur/

Das Interview zum Nachlesen

Lea Schuh:

Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge von HR IT Talk. Ich bin Lea Schuh und freue mich sehr, dass ihr heute wieder mit dabei seid. In dieser Spezial-Episode dreht sich alles um ein Thema, das für viele Unternehmen gerade besonders relevant ist: Concur Travel.

Wir wollen gemeinsam einen Blick darauf werfen, welche Erfahrungen bisher bei der Implementierung von Concur Travel gesammelt wurden, welche Herausforderungen aktuell im Raum stehen und welche Entwicklungen uns in Zukunft erwarten. Und natürlich mache ich das Ganze nicht alleine, sondern habe zwei tolle Gäste eingeladen.

Zum einen ist Katharina Henkel heute bei uns. Sie ist Principal Consultant und Functional Lead Travel bei SAP Concur. Und außerdem begrüße ich meine liebe Kollegin Jasmin Simper, Senior Consultant für Concur Travel und Expense Implementierung bei P78. Schön, dass ihr beide dabei seid. Vielleicht mögt ihr euch zu Beginn kurz vorstellen? Katharina, magst du anfangen?

Katharina Henkel:

Ja, vielen lieben Dank für die einleitenden Worte, liebe Lea. Und vielen Dank, dass ich hier heute dabei sein darf.

Mein Name ist Katharina Henkel. Ich bin seit 2016 als fachliche Expertin bei SAP Concur und dort heute als Teamleitung für den Bereich Concur Travel mit vielen unterschiedlichen Schnittstellen zu unseren Kunden tätig – vor allem bei der Planung und Durchführung von Implementierungsprojekten, aber auch bei der Beratung von Bestandskunden mit Best Practices zum Tool.

Lea Schuh:

Danke dir, Katharina. Und Jasmin, wie sieht es bei dir aus?

Jasmin Simper:

Ja, vielen Dank Lea. Ich freue mich auch sehr, heute hier zu sein. Ich bin Jasmin Simper. Ich bin seit jetzt 2018 schon bei P78, dort als Senior Consultant im Bereich Concur Travel und Expense tätig, wie du schon gesagt hast. Und ich begleite Unternehmen bei der Einführung und Optimierung von SAP Concur.

Mein Fokus liegt dabei hauptsächlich bei der praktischen Umsetzung. Also ich fokussiere mich eher auf den kompletten End-to-End-Prozess von Travel Management und versuche den so zu gestalten, dass die Mitarbeitenden unterstützt werden, damit das System einfach bestmöglich und effizient genutzt werden kann.

Lea Schuh:

Danke für die Vorstellung. Dann lasst uns doch direkt ins Thema einsteigen. Katharina, kannst du bitte im ersten Schritt auf SAP Concur Travel eingehen? Was genau ermöglicht diese Cloud-Lösung der SAP?

Katharina Henkel:

Ja, Concur Travel ist das Online-Reisebuchungstool von SAP und eine Cloud-Lösung. Die ist global einsetzbar und aber auch mit anderen Concur-Produkten zum End-to-End-Prozess einsetzbar.

Kunden, die sich für Concur Travel entscheiden, die benötigen ein Concur-zertifiziertes Vertragsreisebüro. Das ist also Grundvoraussetzung. Und das binden wir dann im ersten Schritt über eine Standardschnittstelle an Concur an, sodass dann theoretisch schon eine erste Reisebuchung möglich ist.

Im nächsten Schritt geht es also dann auch schon konkret darum, dass wir gemeinsam mit dem Kunden die Anforderungen und Prozesse besprechen, die dann in Concur Travel abgebildet werden sollen. Hier geht es vor allem dann darum, dass wir die Reiserichtlinien des Kunden im System definieren, Bezahlprozesse besprechen und auch eventuell verhandelte Vertragsraten in Concur buchbar machen. Natürlich muss außerdem auch besprochen werden, wie die Mitarbeitenden-Profile in Concur Travel erstellt werden, mit welchen Daten und mit welchen Berechtigungen.

Lea Schuh:

Ja super, danke schön. Ihr beide begleitet ja regelmäßig Unternehmen bei der Einführung von Concur Travel. Welche Erfahrungen habt ihr da so in den letzten Monaten besonders häufig gemacht? Also was läuft gut und wo gibt es vielleicht noch Stolpersteine?

Katharina Henkel:

Ja, ich starte gerne mal. Die Mehrzahl der Kunden entscheidet sich auf jeden Fall für eine End-to-End-Lösung zusammen mit Concur Expense. Das ist auf jeden Fall so die Erfahrung, würde ich sagen. Oft auch zusammen mit Concur Request, sodass der User dann wirklich ohne Systembruch den kompletten Reiseprozess in einem System abwickeln kann – also vom Reiseantrag über die Reisebuchung bis hin zur Reisekostenabrechnung.

Concur ist eine Cloud-Lösung, das hatten wir schon gesagt, mit vielen Standards und Best Practices. Es gibt also keine individuellen Entwicklungen, die wir durchführen, und das ist auf jeden Fall zeit- und ressourcenschonend. Also das ermöglicht eine schnelle Implementierung mit schnell greifbarem Ergebnis.

Und weil du nach Stolpersteinen gefragt hast: Kunden, würde ich sagen, unterschätzen es manchmal, wie herausfordernd und zeitaufwendig es sein kann, Informationen aus verschiedenen Fachabteilungen abzufragen, einzuholen, Entscheidungen intern abzustimmen und gleichzeitig aber auch Supplier wie zum Beispiel das Reisebüro oder aber auch andere Vertragspartner zu managen. Wie ist es bei dir, Jasmin? Hast du ähnliche Erfahrungen gemacht?

Jasmin Simper:

Ja, auf jeden Fall, Katharina. Ich kann das tatsächlich auch nur komplett bestätigen. Also in vielen Projekten merken wir, dass eine der größten Herausforderungen gar nicht unbedingt die Technik ist, sondern vor allem das Zusammenspiel der verschiedenen Abteilungen und auch verschiedenen Parteien. Also wir haben oft... wir müssen mit HR, mit FI, IT zusammenarbeiten, gemeinsam Entscheidungen treffen mit dem Reisebüro. Und das dauert natürlich seine Zeit. Und wenn dann auch noch hier Kreditkartenanbieter hinzukommen, dann ist die Koordination oft doch komplexer und beansprucht auch seine Zeit. Und das ist schon eine der Herausforderungen. Aber natürlich, wenn man den ganzen Abstimmungsprozess einmal sauber aufgesetzt hat, dann profitieren natürlich alle davon, dass die Abläufe einfach klar und transparent sind.

Aus meiner Best-Practice-Erfahrung, auch aus Sicht der Endanwender, ist natürlich Concur Travel schon auch ein großer Mehrwert. Die Mitarbeitenden können einfach ihre Reise komplett innerhalb eines Systems planen, buchen und das System führt sie dann dabei Schritt für Schritt durch und kann sie quasi komplett mit unterstützen bei dem kompletten Prozess.

Auch die Unternehmensrichtlinien sind im Hintergrund hinterlegt. Also alles wird automatisch angezeigt. Es gibt nur die Optionen, die auch von der Unternehmensrichtlinie her genehmigt sind und die den Vorgaben entsprechen. Und das erleichtert natürlich auch die Suche für den Mitarbeitenden und reduziert Rückfragen, falls da doch noch mal irgendwas unklar ist, was man buchen darf und was nicht. Und sorgt eigentlich nur für Sicherheit bei der Buchung.

Wenn es um die Hotelsuche geht: Viele Unternehmen hinterlegen ihre Standorte im System und das macht die Suche für den Mitarbeitenden noch mal deutlich einfacher. Also wer zum Beispiel zu einem bestimmten Standort fahren muss, um seinen Kollegen zu besuchen oder irgendwelche internen Meetings zu machen, bekommt dann auch direkt die Hotels vorgeschlagen, die in der Nähe dieses Standorts sind. Und sie müssen nicht erst mal die Adresse raussuchen und gucken, welche Hotels sind denn dort. Und dazu kommen natürlich die klassischen Filtermöglichkeiten: Man kann filtern nach Preis, Ausstattung, nach der Nachhaltigkeit. Und so kann der Mitarbeiter möglichst schnell das passende Hotel finden, was auch dem Unternehmen zu den Unternehmensrichtlinien passt und auch kosteneffizient ist.

Lea Schuh:

Ja super, Jasmin. Das klingt super spannend. Kannst du vielleicht noch ein Beispiel nennen, wo Herausforderungen aufgetreten sind bei einem Kunden? Und ja, wie habt ihr die zusammen gelöst?

Jasmin Simper:

Ein typisches Thema, was in letzter Zeit häufig diskutiert wird, ist das Thema NDC-Raten. Also für unsere Hörer, die davon noch nie was gehört haben: NDC bedeutet eigentlich nur "New Distribution Capability". Es ist quasi ein technischer Standard und wurde eigentlich dafür entwickelt, um den Vertrieb von Flugtickets zu modernisieren.

Also bis vor einiger Zeit liefen Flugbuchungen hauptsächlich über diese sogenannten GDS-Systeme. Und GDS boten standardisierte, aber relativ eingeschränkte Inhalte. Also wenn ich einen Flug suche, bekomme ich Flugzeiten und die Basispreise. Aber was dabei fehlt, sind die dynamischen Inhalte wie Zusatzleistungen, zum Beispiel, dass ich noch einen Sitzplatz auswählen möchte, noch mein Gepäck individuell dazubuchen möchte, auch Wi-Fi-Optionen. Und diese individuellen Tarife bilden die Airlines dann nur auf ihren eigenen Webseiten an.

Und in der Praxis heißt es jetzt: In Concur soll dieser NDC-Content auch abgebildet werden, damit die Reisenden das gleiche Buchungserlebnis bekommen wie auf der Airline-Website, aber halt in der firmeneigenen, im firmeneigenen Reisesystem. Allerdings, wenn NDC jetzt in Concur aktiviert ist, funktioniert es nur dann reibungslos, wenn es auch angebunden ist bei den Reisebüros und die Airlines die entsprechenden Verträge und Systeme aktiviert haben.

Das klingt zwar alles simpel, aber oft ist genau das der Punkt, wo es hakt. Weil viele sagen, sie sind sozusagen "NDC ready", aber tatsächlich fehlen dann noch die Integrationen in die nötigen Systeme. Aber durch einfach eine gute Kommunikation zwischen allen Beteiligten – also zwischen dem Kunden, zwischen dem Reisebüro, der Airline und Concur – lassen sich diese Herausforderungen auch gut lösen. Wie siehst du das, Katharina?

Katharina Henkel:

Ja, du hast es ja schon ganz gut zusammengefasst. Ich denke, hier bei NDC ist die Herausforderung vor allem, dass eben Prozesse neu definiert werden müssen. Dafür fehlen aber oft Erfahrungswerte, weil es so neu ist.

Und in Concur Travel ist es tatsächlich so, dass die NDC-Schnittstelle tatsächlich wirklich einfach per Schieberegler für die gewünschte Airline aktiviert wird. Allerdings kommt NDC-Content ja trotz des aktivierten Schiebereglers erst dann durch und ist buchbar, wenn das Reisebüro zuvor die Schnittstelle überhaupt in ihrem Reservierungssystem aktiviert hat. Und das wiederum setzt voraus, dass das Reisebüro Verträge mit den Schnittstellenanbietern und auch den relevanten Airlines geschlossen hat.

Es geht also in erster Linie echt gar nicht darum, dass ein NDC-Tarif online in Concur Travel gebucht werden kann, sondern vor allem darum, dass alle nachgelagerten Prozesse und Verantwortlichkeiten klar definiert sind. Zum Beispiel im Falle einer Umbuchung oder einer Stornierung. Oder wenn der Reisende außerhalb der regulären Öffnungszeiten das Reisebüro kontaktieren muss, weil er Hilfe benötigt.

Ja, NDC ist zwar als Begriff nicht neu, der schwirrt schon so ein paar Jahre in der Branche rum, wird aber auf jeden Fall immer relevanter. Das sehen wir. Und deshalb ist es genau wie du gesagt hast, Jasmin, einfach notwendig, dass sich alle Parteien eng abstimmen und ja vor allem der Kunde im Fokus steht.

Lea Schuh:

Ja, vielen Dank euch beiden für den wertvollen Input. Wir haben ja jetzt viel über NDC gesprochen. Ein Bereich mit ja spannenden Entwicklungen und nicht wenigen Herausforderungen, wie wir gerade gehört haben. Aber daneben gibt es ja sicherlich noch weitere Themenfelder. So ein prägnantes Stichwort, was mir jetzt sofort einfallen würde, wäre da Hotel. Auch hier kann ich mir vorstellen, dass es komplexere Themen geben könnte, oder?

Jasmin Simper:

Ich würde mal anfangen. Also ein typisches Thema im Hotelbereich ist: Wir haben viele Online-Portale und natürlich gibt es Mitarbeitende, die in Concur das Hotel suchen und das Ganze vergleichen mit den Online-Portalen. Und dann erst mal auf den ersten Blick sehen: Gut, dort ist es ein Ticken günstiger als jetzt in Concur. Wie kann das sein? Warum soll ich jetzt in Concur buchen, obwohl das jetzt woanders vielleicht günstiger wirkt? Aber man muss natürlich auch immer im Hinterkopf auch behalten, dass die ganzen Firmenbuchungen da auch viel mit Sicherheit, Compliance, Kostenübernahme zu tun hat, was dann auch manchmal eine größere Rolle spielt als der Preis.

Was auch häufig ein Thema ist, ist Kreditkarte. Man braucht bei einer, häufig bei der Hotelbuchung eine Kreditkarte als Sicherheit, als Garantie. Was bei manchen Unternehmen auch nicht immer gewünscht ist, dadurch dass es Mitarbeitende gibt, die gar keine Kreditkarte besitzen und dann auch gar nicht wissen, wie sollen sie jetzt ein Hotel buchen ohne eine Kreditkarte. Aber wie geht ihr mit diesem Thema um, Katharina?

Katharina Henkel:

Also die Problematiken, die du gerade beschrieben hast, die kommen eher auch so aus dem klassischen GDS-Bereich, also dem reinen Hotel-Content aus der Reisebüro-Schnittstelle. Weil ein Hotel muss sich ja erst mal in diesem GDS listen lassen, um dann in Concur buchbar zu sein.

Jetzt mit dem neuen Concur Travel haben wir da einen etwas anderen Strategie gewählt. Wir haben da einen Plattform-Ansatz, in dem sich Hotel-Konnektoren – wie zum Beispiel HRS oder CRC oder eben auch Reisebüro-Lösungen wie TripSource Hotel von BCD Travel oder der Amex Supply Marketplace – anschließen können und dann eben über diese Schnittstelle breiteren Content anbieten können. Heißt, früher war nur diese eine Schnittstelle möglich: GDS-Content. Und heute haben wir eben den Plattform-Ansatz, wo der Hotel-Konnektor GDS-Content plus Booking.com, plus Expedia, plus HRS, plus diverse Schnittstellen zu Hotels anbieten kann. Heißt, der Content an sich wird schon mal viel breiter gefächert, weil ich dann eben auf diese unterschiedlichen Quellen zugreife.

Das Gute daran und der Mehrwert, den ich hier einmal betonen will, ist, dass natürlich auch Vertragsraten gebucht werden können. Das geht ja nicht, wenn man direkt auf der Website von irgendeinem Online-Anbieter wie zum Beispiel Expedia buchen würde. Das heißt, Vertragsraten zum einen, aber den anderen Punkt, den du eben angesprochen hast, nämlich auch vielleicht eine Bezahllösung, die ein Kunde im Einsatz hat und verhandelt hat mit diesem Hotel-Konnektor, kann natürlich auch dann in Concur angewandt werden. Sodass ich, wenn ich eben eine Rate buche online in Concur, egal aus welcher Quelle die dahinter kommt, meine verhandelte Bezahllösung auf jeden Fall zur Anwendung kommt.

Und dann sprich auch nur das über die Kreditkarte, über diese Firmenkreditkarte abgewickelt wird, was eben auch vertraglich vereinbart ist. Nämlich vielleicht die Hotelrate plus Frühstück, eventuell ein Parkplatz, aber eben vielleicht nicht die Minibar und Pay-TV. Und insofern würde ich sagen, sind die Probleme, die du jetzt gerade angesprochen hast, auf jeden Fall keine Probleme mehr, sondern wir sind da sehr gut aufgestellt und können da, ich glaube unseren Kunden ein ganz gutes Angebot machen, das darüber hinaus dann eben auch noch Prozesskosten auf der Unternehmensseite einsparen kann.

Einmal weil die Reisenden eben gar nicht mehr das System verlassen müssen, um jetzt auf irgendwelchen Websites günstigere Preise zu suchen. Zum anderen aber auch, weil ich eben durch zum Beispiel die Einführung einer Bezahllösung sicherstellen kann, dass meine Rechnungsadresse richtig ist und auch nur abgerechnet wird, was denn auch vereinbart war.

Lea Schuh:

Ja, wichtige Punkte, Katharina, die du da gerade ansprichst. Du hast es eben auch schon kurz anklingen lassen: Beim Travel-Modul von Concur tut sich ja gerade einiges. Magst du uns vielleicht ein bisschen mitnehmen und erzählen, wie so der Stand der Dinge hinsichtlich Themen wie zum Beispiel Automatisierung, KI oder User Experience ist? Wie geht ihr diese Dinge an und was dürfen wir da in naher Zukunft erwarten?

Katharina Henkel:

Gerne, auf jeden Fall. Also was wir gemacht haben, ist mit der KI zu arbeiten in Concur Travel. Wir alle kennen das vielleicht schon von Netflix oder auch vom Shoppen auf Amazon, wo eben die KI uns personalisierte Empfehlungen einspielt. Das passiert jetzt auch in Concur. Wir kriegen für die Mitarbeiter basierend auf den Unternehmensrichtlinien, aber in Kombination mit den persönlichen Präferenzen ganz oben in den Suchergebnissen personalisierte Empfehlungen angezeigt.

Das ist also relativ neu. Ich kann also, wenn ich immer das gleiche Hotel buche oder oft mit den gleichen Verbindungen von A nach B fliege, mir jetzt die Suche ersparen, weil ich krieg eben diese Ergebnisse direkt oben angezeigt und brauche mich nicht durch die Masse der Ergebnisse durchwühlen. Spart mir also Zeit und ist auch die KI, die da im Einsatz ist.

Was wir jetzt relativ neu haben, seit ja, ich würde sagen, es war Mitte Oktober, ja ich glaube 17. Oktober, haben wir den Joule Agent released. Und mit dem Joule Agent – das ist der KI-Agent von SAP, der auch in Concur zum Einsatz kommt – können wir jetzt tatsächlich mit Chat-Prompts mit diesem Agenten sprechen – tippen, sprechen nicht, aber tippen – und uns dann auch eine Reise buchen lassen von diesem KI-Agenten, ohne dass wir den Travel Wizard bedienen sollen. Wir können einfach schreiben: "Ich möchte gerne am 31. Dezember – wer will da nicht unbedingt gerne reisen – von Frankfurt nach Berlin fliegen." Dann würde uns der Agent dann eben automatisiert die verfügbaren Preise zurückspielen, die Verbindungen, die Tarife und ich könnte dann eben mit weiteren Chat-Prompts diese Verbindung buchen.

Die KI nutzen wir auf jeden Fall, um die User Experience zu verbessern. Was allerdings ja von manchen Unternehmen auch gerade noch als kleine Herausforderung betrachtet wird, weil klar, die User Experience und das, was die Travel Manager im System möchten, das sind nicht immer hundertprozentig die gleichen Dinge. Und da die KI nur begrenzt konfigurierbar ist – wir können halt diese Recommendations zum Beispiel nicht ausschalten – da würde ich sagen: User Experience ist gerade sehr gut, die Travel Manager müssen da vielleicht noch ein bisschen mehr überzeugt werden.

Jasmin Simper:

Das hört sich ja echt cool an. Ich bin echt gespannt, wie es da noch weitergeht. Ich finde es beeindruckend, wenn man so in die Zukunft schaut, was tatsächlich gerade so passiert alles, vor allem Richtung KI und Automatisierung.

Man hat ja auch im Bereich Expense schon gesehen, dass sich da viel getan hat in den letzten eigentlich Monaten fast schon oder auch ein bisschen Jahre. Also wir haben ja auch da schon Beleg-Erkennung mit OCR oder die automatische Aufschlüsselung von der Hotelrechnung, was einfach tatsächlich einen totalen Mehrwert auch für die Mitarbeitenden bietet, weil dadurch so viel Zeit gespart werden kann und Fehler auch verhindert werden können in der Abrechnung selber.

Finde ich auch sehr spannend, das bei dem Tool Request der Request Assistant basierend auf KI die vorgeschlagenen oder die Kostenschätzungen generieren kann, was denn so eine Reise ungefähr kosten soll. Das hilft natürlich auch den Unternehmen und auch den Vorgesetzten einzuschätzen, was so eine Reise kosten wird im Vorhinein, ohne dass jetzt der Mitarbeiter da ewig irgendwie in anderen verschiedenen Tools suchen muss und rausfinden muss, was so eine Reise kostet. Am Ende sind das eh nicht mehr die Reisen, die kompletten Preise, die dann tatsächlich zur Geltung kommen, weil es noch mal dauert, bis ich die Reise buche. Also ich finde es wirklich spannend, was sich da alles tut. Ich bin gespannt, wie es weitergeht.

Lea Schuh:

Ja danke, Jasmin, dass du es ansprichst. Wir haben nun schon viel gehört, spannende Einblicke über tolle neue Entwicklungen bekommen. Ja, nun würde uns natürlich auch interessieren: Was kommt als Nächstes? Katharina, kannst du uns vielleicht einen kleinen Ausblick geben, welche Themen stehen bei euch aktuell ganz oben auf der Agenda? Was sind so die nächsten Schritte, die ihr euch vorgenommen habt? Und ja, worauf dürfen wir uns in den kommenden Monaten freuen? Vielleicht kannst du uns ja verraten, was zurzeit auf eurer Roadmap so steht.

Katharina Henkel:

Ja, was auf unserer Roadmap steht, ist auf jeden Fall viele neue Bahnanbieter für das Jahr 2026. Wir werden die Österreichische Bundesbahn anbinden, die ÖBB, Trenitalia, die Benelux-Bahn. Also Bahn ist auf jeden Fall für 2026 ein großes Thema.

Ansonsten überarbeiten wir aktuell auch die Administration von Concur Travel. Das wird also auch für die Admins dann einfacher, Concur zu administrieren. Wenn ich heute eine Einstellung machen muss, muss ich vielleicht zwei Klicks an sehr unterschiedlichen Stellen machen. Wir vereinfachen das und haben auch hier dann viel auf der Roadmap für eben die Administratoren. Es wird klarer, es wird übersichtlicher, es wird einfacher und schneller natürlich.

Und wir haben jetzt eben schon von der KI gesprochen. Es wird auch viele neue KI-Features in den nächsten Wochen und Monaten geben, die auf der Roadmap sind und released werden. Das bleibt spannend.

Lea Schuh:

Ja super, vielen Dank. Das war ein wirklich sehr aufschlussreiches Gespräch. Man merkt deutlich, wie viel Bewegung und Weiterentwicklung derzeit im Bereich Travel steckt. Also Concur Travel zeigt eindrucksvoll, wie Technologie und Prozessdenken zusammenwirken können, um Reisen effizienter und transparenter und sogar nachhaltiger zu gestalten.

Katharina, Jasmin, herzlichen Dank für eure Einblicke, eure Erfahrungen und den Blick hinter die Kulissen von Concur Travel. Ich fand es besonders bereichernd zu hören, wie ihr Unternehmen begleitet und welche Innovationen gerade in der Pipeline stehen. Und natürlich auch ein großes Dankeschön an alle, die heute wieder eingeschaltet haben. Ich hoffe, ihr konntet neue Impulse und Denkanstöße mitnehmen, vielleicht auch um das eigene Travel Management einmal aus einer anderen Perspektive zu betrachten. Damit sind wir am Ende dieser Episode angekommen. Katharina, möchtest du noch ein paar abschließende Gedanken mit uns teilen?

Katharina Henkel:

Ja, vielen Dank, liebe Lea und liebe Jasmin, dafür dass ich heute dabei sein durfte. Es hat viel Spaß gemacht, hier am Podcast teilzunehmen. Ich bin selber total überzeugt davon, dass Concur Travel ein super System ist und dass wir hier eine tolle Roadmap haben. Und ich bleibe gespannt und optimistisch, was denn da noch alles kommt.

Jasmin Simper:

Vielen Dank auch von meiner Seite, dass ich heute Einblicke geben durfte. Und natürlich danke an alle Zuhörerinnen und Zuhörer. Und ich freue mich aufs nächste Mal.

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