HR/IT Talk Folge #71

KI in HR - von der Theorie zur echten Anwendung

Die Künstliche Intelligenz ist längst in der Realität des Personalwesens angekommen. Was früher als innovative Spielerei galt, findet heute immer häufiger seinen festen Platz im HR-Alltag. Für Personalabteilungen bedeutet das: Es gilt, konkrete Anwendungsfelder zu identifizieren, Chancen zu nutzen und gleichzeitig verantwortungsvoll mit neuen technologischen Möglichkeiten umzugehen.

Vor diesem Hintergrund diskutieren p78 Managing Director Michael Scheffler mit Andreas Enneking, Head of Market Development bei der SAP, über den praktischen Einsatz von KI im HR-Bereich.

Ergänzende Informationen zu dieser Episode:

- "Künstliche Intelligenz erobert das Personalwesen“, Fachartikel in der Computerwoche
- "Die Zukunft des Personalwesens: Trends und KI‑Innovationen verändern das Arbeiten“, SAP Pressemitteilung
- "HR/IT Talk Folge #69 „KI im HR – Bedrohung oder Befreiung?“ 
- "HR/IT Talk Folge #60 „Mit SAP Business AI den HR-Bereich revolutionieren“

Das Interview zum Nachlesen

Michael Scheffler

Die künstliche Intelligenz ist längst in der Realität des Personalwesens angekommen. Was früher als innovative Spielerei galt, findet heute immer häufiger seinen festen Platz im HR-Alltag. Für Personalabteilungen bedeutet das, es gilt konkrete Anwendungsfelder zu identifizieren, Chancen zu nutzen und gleichzeitig verantwortungsvoll mit neuen technologischen Möglichkeiten umzugehen. Vor diesem Hintergrund spreche ich heute mit Andreas Enneking, Head of Market Development bei der SAP über den praktischen Einsatz von KI im HR-bereich. Damit herzlich willkommen zu dieser Folge von HR-IT Talk. Mein Name ist Michael Scheffler. 

Servus Andreas, herzlich willkommen hier bei uns in München an Leopoldstraße. Schön, dass du erneut den Weg zu uns gefunden hast.

Andreas Enneking

Das ist immer Traumhaft. Das ist ja für mich nur die Tram vom Rotkreuzplatz hier rüber, immer eine Freude bei euch zu sein. Also von daher dürft euch mich gerne noch häufiger einladen, aber als zurück zu dir.

Michael Scheffler

Und wie bei den ersten Mal der Kaffee auch heute, geht auf unsere Kostenstelle. Andreas, wir werden uns heute über das Thema KI unterhalten. Ein sehr relevantes Thema für die HR-Bereiche. Zuvor würde ich dich aber bitten wollen, dass du dich nochmal mit zwei, drei Sätzen kurz vorstellst für alle Hörerinnen und Hörer, die dich nun nicht kennen.

Andreas Enneking

Ja erstmal, herzlichen Dank für die Einladung. Was ist das Besondere bei mir, ist eigentlich bin ich gelernter HRler, hab Schätz-Service-Center verantwortet, hab Vorstände betreut in der operativen Rolle. Und dann, wir sind ja quasi heute in der Aufzeichnung München über ein Kneipenabend in einer Augustiner Kneipe, bin ich durch Zufälle in die HR-Tech-Welt vor zehn Jahren geraten. Und arbeite jetzt bei SAP, verantworte Market Development für SAP SuccessFactors für die MEI-Region, die geht quasi von Deutschland bis zu chinesischen Grenze. Und beschäftige mich damit natürlich unheimlich viel damit, wie sieht unser Produkt heute aus? Und wie können wir Mehrwerte für unsere Kunden in dieser Region schaffen?

Michael Scheffler

Vielen Dank. Und bei diesem Kneipenabend, da hätte ich keine mal stille Maus gespielt. Aber das ist vielleicht das Thema für die nächste Podcast-Folge.

Andreas Enneking

Ich weiß nicht, ob das für die Podcast-Folge gemacht ist, lasst man mal glaube ich mal dahin gestellt.

Michael Scheffler

Einsteigen würde ich gerne mit der Frage an dich, warum sollten sich HR-Verantwortliche jetzt konkret damit beschäftigen?

Andreas Enneking

Ich glaube das eine ist, dass sich jeder damit beschäftigen muss. Also egal, privat als Person, als Unternehmen. Und es gibt innerhalb der Unternehmen und Organisationen, ich glaube, HR ist der perfekte Bereich, um mit KI die Reise zu starten. Einfach, weil man sich einfach anschauen muss, wie viele Texte wir im HR-Bereich haben. Wir haben Stellenbeschreibung, wir haben Feedbackprozesse, Goals, das sind ja alles Sachen, die wir beide oder jeder von uns, auch jeder, der es jetzt heute hört, das nutzen wir im Alltag. Denn das machen wir mit ChatGPT. Das heißt, wir haben im HR-Bereich die perfekte Wiese, um unheimlich schnell Mehrwerte zu schaffen.

Michael Scheffler

Du bist viel bei Kunden unterwegs, wie nimmst du denn die Erwartung in der Kunden aktuell wahr? Ist KI schon im Alltag angekommen oder sind wir hier noch in der Hypephase?

Andreas Enneking

Ja, ich bin froh, als dieser Hype weg war, weil der Hype war, man hatte Erwartungen, dass ich weiß nicht, dass dir morgens schon das Toastbrot ins Bett bringt, so ungefähr, und das ist vorbei. Und das spannende fand ich und da werden wir mit Sicherheit später auch noch mal drauf zukommen bei uns auf der HR Connect, unser großen Kundenkonferenz, dass wir so einen kompletten Tagesblock immer haben, verschiedenen Workshop hatten, wo Kunden berichten, die diese KI nutzen. Also wir sind definitiv aus dem Hype raus, wir kommen in der Realität an und immer, wenn die Realität ist, sieht man natürlich auch einiges ist perfekt und das andere, da klemmt es halt auch noch ein bisschen.

Michael Scheffler

Ja, HR Connect, gutes Stichwort. Auf dieser Veranstaltung im April 2025 war das, glaube ich, hast du eine typische, ich nenne es jetzt mal KI-Reise skizziert. Könntest du diese hier nochmals kurz für unsere Hörerinnen und Hörer beschreiben? Was sind aus deiner Sicht typische Einstiegspunkte und welche strategischen Fragen müssen sich Unternehmen stellen, bevor sie loslegen?

Andreas Enneking

Also da gibt es immer für das Phrasenschwein, das haben wir heute nicht davon stehen, aber erst mal, das ist unternehmens- oder organisationsspezifisch. Das ist ins Phrasenschwein, aber es gibt ein Muster, was auch was du anspielst. Man sieht, dass Unternehmen damit anfangen, was unheimlich Mehrwert macht, unheimlich schnell in die Organisation geht, aber auch super leicht einzuführen ist. Und ich glaube, die zwei Use Cases, wo ich sehe, dass eigentlich die meisten Kunden die Reise mit beginnen, das ist die Generierung von Zielen, weil es ist einfach, ich habe einen Text, ich will das machen, als Ziel, das auszuformulieren. Da hilft die KI unheimlich. Also das ist einfach der erste Use Case, auch ein super gutes Kundenfeedback. Und das zweite Thema sind halt die Generierung von Stellenanzeigen, diese Beschreibungen, diese Texte, wo einfach KI den großen Mehrwert macht.

Das ist eigentlich der typische Startpunkt der Reise, und dann geht die Reise einfach unternehmensindividuell weiter. Das kommt auch immer darauf an, welche Daten habe ich schon zur Verfügung, was dann die nächsten Schritte prägt und natürlich auch was im Fokus ist. Wenn ich zum Beispiel eine Skillsreise machen möchte, dann sieht das halt anders aus, wenn jemand sagt, ich möchte mehr, ich schaue mir aufs Geld, wie verteile ich Geld, wie differenziere ich Performance, setze ich andere Sachen. Aber der Startpunkt, einfache Use Case ist am Anfang, und dann abhängig wie mein Unternehmen ist, also quasi der IT-Landschaft, welche Daten ich habe, dann entsprechend weiter den Fahrten auf den Schwerpunkt setzen, der meine Umsetzung am meisten nach vorne bringt.

Michael Scheffler

Sehr, sehr spannend. Mich würde es mal interessieren, welche Hürden begegnenen Unternehmen dabei am häufigsten. Also was bekommst du da so mit beim Software-Steller SAP selbst? Was wird euch gespiegelt? Welchen Herausforderungen sind da die SAP-Anwendung-Unternehmen? Welchen treten die gegenüber?

Andreas Enneking

Also wir sind Deutschland und du hast natürlich automatisch dieses Thema Betriebsrat-Datenschutz. Was ich aber erschreckend finde, ist, dass viele erstmal sich zurücklehnen und sagen, das geht mit unserem Betriebsrat, mit unserem Datenschutz, da geht das nicht. Und die haben noch gar nicht mit dem Betriebsrat-Datenschutz gesprochen. Und dann hast du Unternehmen in meiner Rolle, wo ich denke, Puh, also mit dem starken Betriebsrat, das wird aber schwierig. Und dann ist der Kollege von der HR-IT immer hingegangen, hat mit denen das mal so besprochen, ganz offen und sagen, das ist aber auch interessant, das müssen wir als Betriebsrat lernen. Und die haben Lösungen gefunden. Das heißt, ein Piloten entsprechend das zu gestalten. Und ich glaube, das ist das Wichtige, dass man einfach, ja diese Hürden, also KI wird uns und die Arbeit alles verändern. Man muss es heute gestalten. Und wenn man so ein Betriebsrat reingeht und auch über Datenschutz spricht, erlebe ich häufig auch eine Bereitschaft, gemeinsam die Reise zu starten.

Michael Scheffler

Also transparent sein, hier viel kommunizieren mit den Stakeholdern im Unternehmen sprechen höre ich aus, das sind so die Themen. Okay, Andreas, wo entfaltet denn KI aus deiner Sicht im HR-Bereich aktuell den größten Nutzen, also nicht technologisch betrachtet, sondern aus Sicht eines Personalers? Wo siehst du denn hier den größten Mehrwert?

Andreas Enneking

Wenn man so auf LinkedIn schaut, dann sind wir als HRler ja immer strategisch unterwegs. Wenn man sich die Realität anschaut und einfach mal so ein Team in den HR durchgeht, dann sieht man, wie viel wir eigentlich in der Administration haben. Und dort ist einfach, das ist eine Spielwiese für die KI und dort zu helfen als HR-Bereich. Sei es, dass man sofort eine Frage kriegt auf eine Richtlinienfrage, die ich habe, was darf ich denn machen etc. Also gibt es ganz, ganz viele Anwendungsfälle in der Administration. Das ist aber jetzt so was, ja das finde ich jetzt persönlich nicht so spannend. Also das ist definitiv da ist Mehrwert für HR, was ich unheimlich spannend finde, ist, wenn uns KI hilft, inhaltlich besser zu werden. Das sind zum Beispiel, 360 Grad Feedback. Wahnsinnig viele Datenquellen, wahnsinnig viel Feedback. Wenn ich Führungskraft bin, 10 Leute habe, die haben 360 Grad Feedback gemacht, das kann ich mir noch gar nicht mehr anschauen. Wenn dann mir die KI das zusammenfasst, Vorschläge macht, Sachen hinweist, die ich übersehen hätte, Hinweise gibt, wie ich mache, das macht mich besser. Und das finde ich persönlich das Spannende, wobei ich natürlich sehe, die Reise beginnt erst mal stark in dem Administrationsbereich.

Michael Scheffler

Also wenn ich da einhaken darf, das sehe ich ganz genauso wie du, wenn ich so bei unseren Kundenprojekten mit den entsprechenden operativen Personalern und Personalern spreche, auf gut Deutsch die Saufen ab, aus unterschiedlichsten Gründen, Stichwort Fachkräftemangel, demografischer Wandel, aber auch Compliance Vorgaben, unterschiedliche Systeme, das sind alles Aspekt, die dazu führen, dass im täglichen Brot sozusagen das Personaler, das der Personalerin so viele To-Do's auf der Agenda stehen, die brauchen Unterstützung. Da kann sicherlich KI für Abhilfe oder Unterstützung zumindest sorgen.

Andreas Enneking

Absolut und ich glaube, das ist auch ganz wichtig, was du sagst, dass wir, ich sage mal, nicht in dieser Bubble sind, und zwar gucken, was ist denn der Alltag von HR. Und genau wie du gesagt hast, da ist einfach KI eine wahnsinnige Entlastung für alle Kolleginnen und Kolleginnen, die da arbeiten.

Michael Scheffler

Ja, absolut. Jetzt ist es so, SAP bietet dir bereits heute ganz konkrete KI-Funktionalitäten, dann in der HR Cloud-Lösung SAP Successfactors. Welche fachlichen Anwendungsfälle sind denn damit direkt nutzbar? Also welche Use Cases, wie man so schön sagt, oder Anwendungsfälle gibt es denn dazu?

Andreas Enneking

Bevor ich auf deine Frage eingefügt, noch einen Schritt zurück, was ich nämlich das spannende eigentlich da finde, ist, dass wir nicht davon reden, das ist jetzt ein großes Projekt diese Anwendungsfälle zu aktivieren, sondern das sind Sachen, ihr seid jetzt Implementierungsberater, ihr könnt das mit sicherheit noch mal besser wissen, aber ich als Andreas, ich kann das selbst in fünf bis zehn Minuten machen. Und das ist glaube ich das Wichtigste, das sind keine aufwändigen Projekte, die machen muss, sondern ich kann es direkt nutzen. Und das Schöne ist, wir haben angefangen mit der Stellenausschreibung im Recruiting, das war quasi der erste Case, den wir so für uns als ein Prototyp gemacht haben. Und ich weiß gar nicht, da sind das glaube ich über 100 Use Cases, die wir unterstützen. Und wenn ich den kompletten Lebenszyklus durchgehe, ich habe in jeder Phase habe ich Themen dabei. Ich finde zum Beispiel sehr spannend, wenn ich im Trainingskontext unterwegs bin, dann habe ich ein Training, da muss ich wieder so ein Bild aussuchen, dass die Leute draufgehen, dass ich so was zum Beispiel KI automatisch generieren kann. Das ist eine Kleinigkeit, oder ich habe ein Land, wo ich unterwegs bin, wo es keine Sprachen gibt, das ist ein ganz, weiß ich jetzt, Aserbaidschan etc., dass ich da mit KI die kompletten Übersetzungen machen kann, das so auf der Admin-Seite ist. Wahnsinnig viel für die Endanwender in der Form. Eigentlich kann man bei uns sagen, egal wo ein Textfeld ist, ist das unterstützt mit KI? Dass ich mir Formulierungshilfen habe, dass ich Inspirationen bekomme. Also durch die Bank, auf den Fragen zurückzukommen, es ist kein Ein-Use Case, sondern letztendlich alles, was man im HR-Zyklus hat, wird entsprechend unterstützt. Und die letzten kleinen Gaps, die noch da sind, zum Beispiel mit der Gehaltsabrechnung, dass ich Erklärungen bekomme für das, was ist mit einer Gehaltsabrechnung passiert, das wird jetzt gerade geschossen. Danach weiß ich persönlich nicht mehr, was die Kollegen eigentlich machen wollen, weil überall da, wo ich KI mir vorstellen kann, ist KI schon da.

Michael Scheffler

100 Szenarien, 100 Use Cases, das ist eine Menge, wie pick ich dann da die richtigen für mich heraus? Also hast du da noch so ein Tipp aus der Praxis oder irgendwelche Empfehlungen? Also wie komme ich da denn überhaupt an die richtigen Use Cases? Hast du da irgendwelche Vorschläge?

Andreas Enneking

Ich glaube, das ist ein Klassiker. Also das erste ist, ich würde immer mit anderen Kunden sprechen und die meisten anderen Kunden fangen mit Zielen an, fangen der Stellenbeschreibung an, das hat bei uns super funktioniert. Also das ist so das erste. Das zweite ist, ich würde auch immer einen Austausch haben mit den meisten Kunden von uns haben Implementierungsberater, mit denen sie zusammenarbeiten, weil auch so eine Frage ist, wo die Reise gehen soll. Wie sehen auch vielleicht Datenstrukturen aus, die ich habe? Explain my Compensation History macht entsprechend keinen Sinn, wenn ich keine Historie habe. Also ich habe da auch noch mal mit dem Implanationsberater eine Reise zu machen, finde ich spannend. Aber ganz wichtig, einfach das Ökosystem, was wir einfach ganz stark haben als SAP nutzen, um die Reise entsprechend zu machen.

Michael Scheffler

Ja, jetzt hast du schon die Daten angesprochen. Also am Ende des Tages die Basis für jedes KI-Szenario und in dem Zusammenhang würde mich noch mal interessieren, wie die technologische Grundlage ist. Ich bin ja am Herzen ein „Techie“. Kannst du vielleicht ein bisschen noch auf diese technologische Grundlage von SAP Business AI vor HR, so nennt sich ja letztendlich eure Lösung im personalwirtschaftlichen Umfeld. Wie sieht das aus? So mit zwei, drei Worten erläutert, so dass vielleicht auch die nicht technischen Kolleginnen und Kollegen oder Zuhörerinnen und Zuhörer das auch nachvollziehen können. Vielleicht kannst du dazu ein bisschen was sagen.

Andreas Enneking

Auf jeden Fall mit dem nicht technisch werde ich hinbekommen, weil ich bin überhaupt kein Techniker, ich bin ja wirklich ein HRler im Herzen immer noch. Mit zwei, drei Worten wird es schwierig. Aber eigentlich im Kern ist die Geschichte und das vielleicht in zwei, drei Sätzen erstmal den Kern der Geschichte zu machen, dann ist es einfach. Wir als SAP haben eine Plattform für alles, was entsprechend auf der In-der-AI passiert. Das ist bei uns die Business Technology Plattform. Und egal was für eine Anwendung ich habe, ob das im Concur ist oder bei uns ein Success Factor ist, wir nutzen alle die gleiche Technologie. Und das gibt uns aber eine unheimliche Geschwindigkeit, das zu machen und aber auch eine Sicherheit, dass wir den Datenschutz sehr sauber einhalten, alle europäischen Regularien und so weiter. Das ist so der erste Punkt. Für die KI nutzen wir die eine Plattform. Das zweite ist eigentlich sehr spannend, an dem wir jetzt arbeiten, ist wir wollen ja diese KI ja unternehmensspezifisch machen, dass ich Erkenntnisse bekomme, die als Schatz in meinen Daten sind. Und das schaffen wir gerade mit der Business Data Cloud, wo wir entsprechend alle Daten aus den SAP-Systemen super einfach verfügbar machen, dass man dann Machine Learning und die AI drauf lassen kann, dass man Agents entsprechend hat, dass man auch Daten, die nicht SAP-Systemen kommen, das noch dazu ist. Das sind nicht zwei Themen, einmal technologisch unsere Business Technology Plattform für alles, was AI ist. Und dann, also an dem wir arbeiten, diesen Datenschatz, den die Kunden haben, sofort in die Modelle verfügbar zu machen mit der Business Data Cloud.

Michael Scheffler

Genau, also die Business Data Cloud, über die liest man auch sehr viel in zwischen. Was ich mal mache, das ist auch immer schwierig, so was ein Audio-Podcast rüber zu bringen. Ich pack eine schöne Architekturfolie oder Grafik dazu mal auf die Landing-Page dieser Folge und verlinke das in den Show Notes. Mir persönlich hilft immer so ein Showbild vor Augen, dann wird das Ganze auch ein bisschen klarer. Also das sind diese drei Layer letztendlich, die BTP, die du angesprochen hast, dann die BTC Business Data Cloud und dann am Ende des Tages auch die entsprechenden Anwendungen. Also jetzt in unserem Zusammenhang SAP SuccessFactors für den Bereich HCM.

Andreas Enneking

Und wenn ich da noch eine Sache ergänzen darf, was wichtig ist, wenn ich die, also nachdem du es so schön zusammengefasst hast für mich, ich glaube, was ganz wichtig ist, wenn wir gerade über Agents sprechen in der Form, ich brauche ja irgendwas, das dir von einheitliche Daten, auf einheitliche Strukturen auch zugreifen können. Und letzendlich dadurch, dass wir diese eine Technik haben, diesen einen Datenschatz, kann ich das letzendlich nachher auch später, das natürlich alles noch in the making in der Form, aber auch die Agents laufen lassen. Aber das ist mal quasi als Ausblick, als Verbunterbrechung und damit lasse ich dich mal wieder als Host, weil wieder eine Rolle zurück, mich durchzuführen.

Michael Scheffler

Wobei du jetzt den Begriff Agents aufgegriffen hast, da muss ich jetzt nochmal nachfragen, kannst du das nochmal kurz erläutern? Was ist denn eigentlich ein Agent?

Andreas Enneking

Hey, du bist ja Techniker. Das ist jetzt für mich ein dünnes Eis. Aber wir haben ja, wir kennen ja alle den Chatbot. Da stelle ich eine Frage, da kriege ich eine Antwort zu. Und in meinen Worten ist der Agent quasi der Chatbot on Steroids, der entsprechend mitdenkt. Das heißt, und da finde ich wirds grad spannend, weil ich dann plötzlich sage, ich bin der Finanzer und ich sage: „Das ist total spannend. Ich möchte in diesen Markt, möchte ich mehr verkaufen.“ Dann schreibe ich das in meine Präsentation rein. Das kriegt aber der Agent mit und er sagt: „Hallo, du musst noch Leute einstellen. Das dauert ein bisschen.“ Und dann übernimmt quasi auch diese Vorbereitungsthemen entsprechend der Agent. Das heißt, wir kommen in so Formen rein von teilautonomen, ich sage mal, mitdenkenden Systemen, die uns die Sachen, die sonst gerne mal gerade über so Cross-Silo Sachen, da finde ich sehr spannend zwischen, da wo Brüche sind, zwischen Finance und HR oder irgendwo, wo so etwas da ist. Das kriegen die mit und dann springen die entsprechend ein und sagen, komm hier, vergiss das nicht. Und machen natürlich auch Vorstärke, was zu machen ist. Zumindest in Europa wird es auch immer so sein, dass wir auch immer in Human in den Loop haben. Also bevor dann, wenn der Finanzer sagt, ich habe jetzt ein Werk, 100 Leute sind einzustellen, kommt dann der HR, unser HR Agent, da schaut da nochmal ein Mensch drüber und sagt, bevor die stellen, dann zeigen wir, bevor die wieder zu kommen, muss der Mensch sagen, das ist wirklich richtig und vielleicht sagt man dann vielleicht auch nicht 100 zuerst, sondern ich fange mit 10 an. Aber es ist einfach spannend, weil es einfach eine ganz andere Qualität, nicht nur der HR-Arbeit, sondern insgesamt der Unternehmensarbeit ermöglichen wird.

Michael Scheffler

Ja und Cross-Silo, was du gerade angesprochen hast, die Agents sind ja dann auch ein Stück weit integriert in SAP-Tool. Also euere übergreifende Lösung, euer übergreifender Chatbot, weit über HCM hinaus, aber dazu vielleicht dann nochmal mehr in der nächsten Folge. Andreas, was unterscheidet denn SAP Business AI for HR vom generischen Tools, wie sie jetzt jeder kennt inzwischen wie beispielsweise ChatGPT oder dem Co-Pilot von Microsoft? Vielleicht da nochmal zwei, drei Sätze dazu bitte.

Andreas Enneking

Ein zwei, drei Sätze, tu ich mir schwer. Also ganz wichtig ist, was wir können, also wir können erstmal alles das, was die generischen Tools können. Also das ist schon mal erst mal das Wichtige, dass dann gibt es zwei Besonderheiten. Und die erste ist eine Besonderheit, die glaube ich die Leute gerne übersehen. Das heißt, wir sind in die Prozesse eingebettet. Selbst das ist, wenn ich, ich sag mal, ich fülle ein Formular aus, natürlich kann ich es kopieren, dann setze ich das daneben ChatGPT rein, lass es optimieren, aber wer macht das? Wenn es aber in den Prozess eingebettet ist, wo Hinweise kommen, wo Ideen sind, das steigert einfach die Qualität und auch einfach die Nutzung dieser Modelle an. Das ist glaube ich das erste, wir haben es einfach in den Prozess nativ eingebaut. Und das zweite ist letztendlich der Kontext, da kommen wir wieder zurück zum Thema Business Data Cloud, wo wir letztendlich, wir als SAP haben die Daten da und nicht wir, sondern der Kunde hat die Daten in unserem SAP System. Und ich kann es dadurch natürlich auch spezifisch machen für mich, für meinen Kontext und das sind letztendlich die Sachen, die bei uns die Technologie besonders machen.

Michael Scheffler

Also es waren mehr als zwei, drei Sätze. Danke dafür. Jetzt haben wir vorhin schon über Deutschland gesprochen. Gerade in Deutschland ist das Thema Betriebsrat bei KI auf den Stolperstein. Haben wir es schon darüber diskutiert. Wie sollten denn Unternehmen dieses Thema proaktiv angehen? Vielleicht kannst du noch ergänzend da zwei, drei Sätze zu sagen, weil ich glaube, das ist wirklich ein Stolperstein, den unsere Kunden und Kundinnen gerade umtreibt.

Andreas Enneking

Wichtig, das Phrasenschwein erstmal, Unternehmen ist spezifisch. Aber was sind denn Muster, die ich sehe? Das eine Muster ist, dass jemand sagt, ich schaue mir das an, was nicht in der deutschen Mitbestimmung liegt und mach das. Und da kann man zum Beispiel der Ansicht sein, dass wenn ich KI-Notes für die Zielerstellung, da ich ändere ja nun nicht im Prozess, also ich habe nun einfach Unterstützung dabei, dass das zum Beispiel nicht mit mitbestimmungsrelevant ist. Das ist jetzt mal eine Rechtsposition, ob die jetzt hält oder Interpretation aus gibt, gibt es Unternehmen die sagen, so ist meine Sicht, wir führen das ein. Beim Thema Skills sagen die auch zum Beispiel, das definitiv deutsche Mitbestimmung mache ich in Deutschland nicht. Das ist so das eine, ich sage mal Hardcore, ich mache alles das, was ich kann, den Rest lass ich erstmal weg. Und dann kann man sogar selbst sagen, okay, komm, dann mache ich das halt in den Ländern, wo kein Betriebsrat ist, habe Erfahrungen und dann kann ich das entsprechend nutzen. Ein Beispiel wäre zu sagen, zum Beispiel ich habe in Indien ganz viele Leute, da aktiviere ich Skillsmatching, ich kriege die Erfahrungen mit und dann kann ich damit ja auch später zum deutschen Betriebsrat sagen, guck dir das mal an. Wir haben zum Beispiel deutlich diverser Talente identifiziert, auch deutlich mehr interne Bewerbungen plötzlich reflektiert, weil wir viel besser drauf schauen konnten. Das wäre doch was für Deutschland. Das ist so diese eine Geschichte, das sehe ich bei wenigen Kunden, die meisten Kunden sagen und da sind wir glaube ich immer gut gefahren, als HRler ist, ich nehme den Betriebsrat mit. Und ich finde ein schönes Beispiel, hat ein Kunde hier aus München gemacht, der hat gesagt, wir machen zusammen einen Piloten, der hat quasi für bestimmte Anzahl, hat er quasi komplett KI aktiviert. Das sind auch Betriebsräte dabei. Das wird jetzt quasi alles runter getestet, es ist absolute Freiwilligkeit, es gibt ein Endbericht, der wird zu eins zu eins wieder Bericht rausgekommen, ist mit Betriebsrat, HR und IT geteilt und dann macht man danach seine Reise. Und ich glaube, das ist so eine Handschrift, die ich gut finde und ich finde noch einen Punkt auch ganz wichtig dabei, es ist ja nicht nur den Betriebsrat zu überzeugen, das durchzukriegen, sondern ich muss ja, also eigentlich ist für mich, der Betriebsrat ja auch ein Gatekeeper, wenn der sagt, das ist in Ordnung, dass die Leute in der Organisation der KI trauen, dass es fair ist. Und wenn ich das nicht, wenn ich den Betriebsrat nicht, also eigentlich ist es ja meine Chance, das mit dem Betriebsrat zu machen, weil dann auch in der Organisation klar ist, okay, das macht so Sinn und nicht Ängste auftreten oder irgendwelche negativen Effekte da sind, also von daher mein klares Plädoyer, immer den Betriebsrat sehr sehr früh mitnehmen, mitgestalten und dann am Ende im Zweifelsfall auf sich in die Augen zu schauen und sagen, das machen wir zusammen hier in Deutschland und vielleicht halte ich mir dann halt frei und sagen, wir haben es da nicht einigen können, das und das mache ich halt dann den entsprechend in den USA.

Michael Scheffler

Was mich auch noch interessieren würde in diesem Zusammenhang, wie soll denn denn Unternehmen ihre Verantwortung für KI-Projekte im HR-Bereich verankern? Also jetzt mal rein fachlich gedacht, nicht technisch, was kannst du denn da noch für Empfehlungen aussprechen?

Andreas Enneking

Ich würde da mit einer Anekdote gerne anfangen und zwar wenn ich eigentlich so die ersten KI-Sachen zeige, wenn ich zeige das ITlern, die sind erst nur so, oh, das ist ja aber langweilig, das ist ja noch keine Ahnung, die, das haben die sich überlegt, das kann ja schon so so mit der Technik machen, die wollen irgendwie fancy Technik haben, wenn ich das gleiche aber HR dann zeige – hochgradig begeistert, weil die einfach sehen, was der Mehrwert im Alltag ist und du siehst wo ich drauf hinaus will, diese Ownership für die Prozesse muss bei HR liegen, idealerweise in der Form von der HR-IT-Rolle, die beide Sprachen spricht, weil du musst ja auch nach Berechtigung etc. schauen, aber das geht um, was will ich damit erreichen? Das heißt, ich bin ganz klar dafür: Ownership bei HR! Und dann musst natürlich gucken, dass du die anderen Gewerke mitnimmst, das ist natürlich ein logisches Thema, ich muss ein Datenschutz einschalten, ich habe die EU-Regulations, die ich beachten muss etc., also das ist jetzt auch nicht leicht, aber ganz klar Ownership, finde ich gehört für dieses Thema bei HR, weil nur der HR-Bereich weiß, was kann ich denn machen, wie sieht das aus, weil sonst kommt das zu so einer technischen Spielwiese, was irgendeinen Techniker erfreut aber im Alltag für einen hohen Zahn ist.

Michael Scheffler

Ja, sehe ich genauso. Also immer wieder über dem Thema Arbeitserleichterung für die Personalinnen und Personalern, wenn ich weiß, wo der Schuh drückt, dann kann ich da auch entsprechend dagegen arbeiten und habe da auch eine intrinsische Motivation sozusagen, verstehe ich. Ich wird jetzt mal ein ganz anderer Punkt noch interessieren, Andreas, und zwar, du beschäftigst dich ja sehr viel mit dem Thema KI, im SAP-Kontext, aber auch darüber hinaus, du bist HRler, deswegen meine Frage, was ist denn deine persönliche Vision für KI im HR mit einem Zeitraum, sage ich mal, zwei, drei Jahre, sehr philosophische Frage, aber das würde mich jetzt mal interessieren, wo siehst du denn da die Reise hingehen an der Stelle?

Andreas Enneking

Ich fange jetzt erst mal mit einer ganz pragmatischen Antwort an und dann komme ich auf die philosophische Seite dazu. Pragmatisch, glaube ich, wird die Masse der IT und HR-Abteilung damit beschäftigt sein die KI, die schon draußen ist, überhaupt erst mal zu nutzen. Und meine große Hoffnung wäre, dass wir in zwei Jahren, in drei Jahren, vielleicht auch in vier Jahren, dastehen und sagen: da, wo die heutige Technologie ist, wird es sinnvoll genutzt. Also ein ganz einfaches Beispiel, diese ganzen Richtlinien, die man hat im HR-Bereich, dass die in der KI drin sind, dass ich darauf Fragen beantwortet bekomme, all diese Sachen, dass die da sind. Das ist glaube ich so das, wo ich sage, das geht um Anwenden von der KI, die da ist. Und das Spannende ist ja in dem Feld, dass sie sich weiterentwickeln. Da kommen sie im philosophischen Bereich, der Glaskugel. Und da ist gerade schwer zu sagen, finde ich persönlich bei den, quasi gerade das Agent-Thema, Agentic AI, was ist Hype, was wird Realität? Da, wo ich total dran glaube und da die Hoffnung habe, dass wir das auch dort sehen würden, ist, dass die Agents uns helfen werden, da wo es in der Organisation immer runter fällt. Also wo sie dieser Sprung über Silo-Grenzen sind. Da ist auch innerhalb von HR, dass ich mache eine Talententwicklung, meine, das sollte man auch mal über Gehalt sprechen. Dass man einfach diese, dass diese Agents helfen, diese Silos, die ist innerhalb von HR, aber auch mit anderen Unternehmensbereichen zu durchbrechen. Das wäre so die philosophische, die Hoffnung, die ich habe. Rein pragmatisch, glaube ich, geht es jetzt einfach darum, die nächsten drei, vier Jahre die bestehende Technologie einfach gut anzuwenden und damit große Mehrwerte zu schaffen.

Michael Scheffler

Wir haben vorhin schon kurz über dieses Buzzword AI-Agenten gesprochen. Jetzt hast du es gerade nochmal aufgegriffen. Vielleicht gehen wir da nochmal ein bisschen tiefer rein. Was siehst du denn da konkret in diesem Zusammenhang? Was bedeutet das für die HR-Rolle? Also werden künftig nur noch HR-Agenten sozusagen in den HR-Organisationen unterwegs sein? Wie schätzt du das ein?

Andreas Enneking

Ich bin ja immer so ein bisschen Pragmatiker oder so. Ich schaue mir mal an, wie die Technik heute aussieht. Ich habe dort Visionen gesehen, ich habe Agents-at-work gesehen. Es fehlt mir noch so dieses Thema zu sagen, woich sehe: das übernimmt alles. Dafür muss ich es irgendwie gesehen haben. Ich glaube schon den Sprung, wenn wir sagen mal 5 oder 10 Jahre sind, bin ich da festen überzeugen, dass die Agents eine Qualität haben, dass diese Prozesse, die auch mit Verkomplizierungen ja immer da sind. "Oh, das ist ein Schwerbehinderter, hier habe ich Besonderheiten", etc., dass das entsprechend die Agents machen können. Das heißt, ich gehe davon aus, dass die Agents uns eine ganz andere Schnelligkeit geben werden in den HR-Prozessen, natürlich ich auch deutlich weniger Ressourcen, in den Prozessen brauchen werde und aber auch letztendlich auch eine hohe Compliance-Sicherheit habe, weil ich weiß nicht, ob jeder hier im Podcast heute in der Lage ist, alle Policies, die man eigentlich wissen sollte, auf dem Schirm zu haben, das ist einfach so gewachsen und das ist halt die Chance, finde ich, mit den Agents. Also für mich ist es schneller, besser und auch einfach nochmal mehr compliant auf die Regeln schaut.

Michael Scheffler

Ja, ich habe auch vor kurzem erst, also ich habe einen bezahlten Chat-GPT Account und seit kurzem in Europa kann man ja auch diesen Agent-Mode verwenden, habe damit auch schon ein bisschen experimentiert, das ist schon echt beeindruckend, also kannst du ja dann quasi Aufträge an die KI übermitteln und du siehst auf einem, ich sage es mal, virtuellen Desktop, wie die KI dann einen Powerpoint aufmacht und das befüllt zuvor quasi umfassende Datenanalysen durchgeführt hat. Also wenn man das immer weiter spinnt, wie du sagst, mit einem Zeitraum von ein paar Jahren, da bin ich schon gespannt, was da alles passieren wird. Da sind wir dann auch an dem Punkt, wo man vielleicht ein bisschen kritisch darüber nachdenken muss, Stichwort Arbeitsplätzeverlust und so, es wird sich schon sehr spannend entwickeln in den nächsten Jahren.

Andreas Enneking

Aber ich glaube, das ist, wir sitzen beide von der Glasgugel, ich hatte deinen Moment einmal, als ich von Microsoft Co-Pilot gesehen hatte, dass sie sagten, ich kann dem erzählen, ich brauche eine Präsentation zu dem Thema und dachte, wow, das ist aber was. Ich habe das Zwei-Dreimal probiert, die Qualität einfach, weil ich mache ja nicht generische Präsentation, sondern die gehen ja um ein Thema, was dann relevant spezifisch ist, das sehe ich auf die Technik. Also da habe ich es gesehen, das war ein großer Hype, so ganz ist es noch nicht da. Und das wird, glaube ich, das Spannende sein, dass wir, glaube ich, für beide uns den Podcast in fünf Jahren anhören und sagen, was, was haben wir für ein Mist erzählt und da ist irgendwas ganz anderes, ganz groß, das andere ganz, ganz klein. Ich persönlich glaube einfach nicht darin, dass wir als Mensch halt uns abschaffen. Also das hat man, glaube ich, damals schon bei der Pferdekutsche gedacht, als sie kamen und das Auto kamen und dann die Pferde abgeschafft hat. Also wir sind immer sehr kreativ noch Sachen zu finden, die nur wir als Mensch können. Aber das wird in dieser Zeit mit den Agents, wird das schon mal spannend. Was sind dann die Themen, wo wir in fünf bis zehn Jahren sagen: „Ja, schön mit den Agents, aber das können halt nur wir Menschen.“

Michael Scheffler

Vielleicht machen wir da den nächsten Podcast irgendwo am Strand in der Hängematte, dann die Agenten arbeiten gerade in Hintergrund für uns. Ja oder beim Skifahren. Eins von beidem. Andreas, abschließend hätte ich noch eine letzte Frage an dich mit Blick auf die Uhr. Wenn du einem HR-Leiter jetzt abschließend einen Ratschlag geben dürftest, um heute mit Business AI loszulegen, welcher wäre das denn?

Andreas Enneking

Ich mach anderthalb Ratschläge. Also der erste Ratschlag ist… Ja, danke. Also der erste Radschlag ist einfach starten. Irgendwas nehmen, was man einfach einführen kann, was man durch die Tür kriegt, machen. Und selbst auch was ganz Kleines. Und der halbe Ratschlag ist, so einen Blick drauf werfen, wie kriege ich einen Aufbruchssignal in die Organisation hinein. Und da finde ich zum Beispiel, da kommt so ein bisschen der Kreis aus den Anfangsfragen, wo starten Unternehmen die Reise auf dem Zielen? Und es ist leicht zu machen, ja. Aber das macht jeder. Und dann kommt in die Organisation an, okay, das ist relevant. Oh, das ging jetzt plötzlich schneller mit den Zielen. Dass man überlegt, was mache ich in meiner Tätigkeit. Das ist der halbe Ratschlag, also starten. Und wenn ich da zwei Use-Cases habe, mit denen ich starten kann, sich dann zu überlegen, wie erreiche ich am meisten Momentum in der Belegschaft, dass jeder darüber nachdenkt, wie kann ich KI nutzen.

Michael Scheffler

Danke, Andreas. Sehr spannende Diskussionen. Leider ist die Zeit auch schon wieder rum. Wir werden uns wieder treffen, dann in drei, vier, fünf Jahren, wie gesagt, und werden drüber philosophieren, was wir heute gesprochen haben, ob das dann eingetreten ist oder nicht. Das letzte Wort gehört dir. Vielen Dank.

Andreas Enneking

Dir ganz herzlich Dank für die Einladung. Auch die Einladung des Nächsten war können wir uns auch in Garching bei uns treffen. Da freue ich mich dann drauf. Und an alle, die ihr heute zugehört haben, ich freue mich einfach auf den Austausch und bin ganz gespannt, wie ihr entsprechend eure Reise gestaltet und davon auch einfach zu lernen. Also dickes Danke von meiner Seite.

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